Offene Ganztagsschule der diesterwegschule ahlen


Chronik der OGS

Im August 2004 startete die offene Ganztagsschule unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, Unterbezirk Hamm-Warendorf. Frau Senne und Frau Schuster begannen mit 35 Kinder und einem Gruppenraum. Frau Wend übernahm die OGS im Januar 2005. Ohne Möbel und Materialien war dies eine echte Herausforderung. Da traf das Sprichwort "Aller Anfang ist schwer" absolut zu. Der alltägliche Ablauf musste gestaltet werden, Lehrerkollegen/innen, und Arbeitsgemeinschaften mit einbezogen werden, Material musste besorgt werden und der Beginn des gemeinsamen Mittagessens startete mit sechs Kindern. Also ging es in der ersten Zeit sehr tubulent bei uns zu.

 

Im darauf folgenden Sommer gab es noch mehr interessierte Kinder und Elter. Somit entstand die zweite Gruppe. Auch kam das Mittagessen super an, sodass fast alle Kinder mittlerweile bei uns aßen. Dazu benötigten wir eine weitere Betreuungskraft. Unsere Wahl fiel auf Frau Klüter. Mittlerweile stellte sich doch ein geregelter Ablauf ein. Das Einzige, was uns noch fehlte, war unsere "Wohlfühl-Atmosphäre". Die ersten Möbel ließen jedoch noch auf sich warten und wurden erst im November 2005 geliefert.

 

Nach einer kleinen "Zukunftswerkstatt" mit der Frage "Was wünsche ich mir für mein Kind wenn es 18 ist?", nutze die Integrationsagentur der Arbeiterwohlfahrt die Möglichkeit einen Antrag im Rahmen des Sprachfördernetzwerks zu stellen. Seit Februar 2008 erhielten Eltern die Chance, Einblicke in den Schulalltag ihrer Kinder zu bekommen, Förder- und Fordermöglichkeiten für ihre Kinder zu erarbeiten und Unterstützung bei Erziehungsfragen zu bekommen. Ab Sommer 2009 bis Sommer 2012 arbeiteten Frau Wend und Frau Ciftci in Erziehungs- und Förderwerkstätten an der Entwicklung und Förderung von wertschätzenden Erziehungshaltungen und häuslichen Fördermöglichkeiten. Außerdem wurden gemeinsam mit den Kindern Ausflüge unternommen, die die Beziehung zwischen Eltern und Kind, sowie zwischen den Erzieherinnen und Familien, positiv beeinflussten. Auch Mütter, deren Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht die OGS besuchten, nahmen teil. Ein besonderes Merkmal des Projekts war die die aufsuchende Elternarbeit: Eltern wurden auf Wunsch von den Kursleiterinnen und, wenn möglich, auch der Klassenlehrerin besucht. Vor Ort entwickelte man mit den Eltern passende Förderbedingungen.

 

Nachdem die erste Gruppe Mütter zwei Jahre lang erfolgreich an der Elternwerkstatt teilgenommen hatte, gab es zum Abschluss ein leckeres Frühstück in der Zeche mit anschließendem Urkunden- und Pokalverleih. Da sich die positive Zusammenarbeit schnell herum gesprochen hatte, gab es weitere Mütter aus Klasse 1, die an der Teilnahme des Projektes interessiert waren...

 

Im Jahr 2012  haben wir mit unserer Elternwerkstatt den Integrationspreis der Stadt Ahlen gewonnen. Voller Stolz nahmen die Mütter den ersten Preis bei der offiziellen Verleihung im Rathaus entgegen. Seit August 2012 führte die AWO das Projekt im Rahmen der Arbeit der Integrationsagentur weiter.

 

Es muss nicht immer etwas gekauft werden. Mit viel Spaß und tollen Ideen stellen die Mütter Gesellschaftsspiele für ihre Kinder selbst her. Diese werden zudem von den Kindern ganz anders wertgeschätzt. Und der Aspekt des gemeinsamen Spielens kommt auch nicht zu kurz.

 

Am Mittwochmorgen, bei der Elternwerkstatt, waren unsere Mütter doch sehr irritiert. Unsere sonst sehr gemütliche "Cafeteria" sah etwas anders aus. "Was für ein Durcheinander!" war der Ausspruch von ihnen. Die Stühle und Tische waren wie ein Labyrinth kreuz und quer in dem Raum verteilt. Die Aufgabe war, einen Weg vom Eingang zu unserem Büffetschrank zu finden. Als Belohnung winkte ein frisch gekochter Kaffee. Damit haben wir en Müttern versucht zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, ihre Kinder zu unterstützen, damit sie selbstständig und selbstbewusst ihren Weg gehen können.

 

Dieses Projekt "Jedes Kind ist individuell" führten die Mütter mit ihren Kindern aus Klasse 2 durch. Am Montag trafen sie sich und planten den Ablauf der Projektwoche. Ab Dienstag fanden Einzelgespräche statt, mit dem Ziel "Wie möchte ich gerne sein?". Und am Donnerstag war es dann endlich so weit. Um 14 Uhr ging es los. Fast alle Mütter kamen mit Kleidung, Lockenwicklern, Schminke, Sonnenbrillen, Haargel und flotten Schuhen bepackt in die OGS. Mit wachsender Begeisterung und Ausdauer wurde jedes Kind umgestylt. Danach ging es in unserer Aula los. Die Musik wurde aufgedreht und hinter der Bühne tummelten sich unsere kleinen Models. Der Laufsteg wurde eröffnet und so manches tolles Foto ist dabei entstanden. Nach einer guten Stunde brauchten wir eine Stärkung. Auch daran hatten die Mütter gedacht und ein kleines Buffet aufgetischt. Doch damit nicht genug: Die Stimmung war super und veranlaste doch zu so manchem Tänzchen.

 

Auf Wunsch der Mütter und Kinder haben wir gemeinsam einen Tag im Funcenter Bockum.Hövel verbracht. Hier konnten sich alle mal so richtig austoben und einfach nur Spaß haben. Da die Ausflüge, wie zum Beispiel auch das Eislaufen, das Interesse der Eltern weckten, boten wir diese Aktion auch für alle Mütter und Väter des Offenen Ganztags an.

 

Das Mittagessen ist für unsere Kinder jeden Tag eines der wichtigsten Gemeinsamkeiten. Hier sitzen sie gemütlich zusammen, erzählen vom Schultag, plaudern über den gestrigen Tag und lernen ganz nebenher noch einige Tischregeln. Zwischendurch werden unsere Kinder dann auch von ihren Müttern verwöhnt. Gemeinsam bereiteten wir für die Kinder "Lahmacun". Im Laufe der Zeit erhielten wir immer mehr Zuwachs, sodass die zwei Gruppenräume im Sommer 2010 nicht mehr ausreichten. Ein dritter Gruppenraum kam hinzu. Zu diesem Zeitpunkt besuchten 75 Kinder die OGS. Somit erhielten wir Unterstützung von Frau Kottmann, Frau Lentrup und Frau Ciftci.

 

Der Tagesablauf musste nun neu organisiert werden, auch Räume wurden umgestaltet und verschiedene AG´s wurden installiert, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Alleine der Ablauf des alltäglichen Mittagessens wurde zur Herausforderung. Der Speiseraum war zu klein, um weitere Tische zu integrieren. Also bot sich die Lösung an, unseren angrenzenden Flur mit einzubeziehen. Es erfolgte der Einsatz von super bequemen Klapptischen und Bänken. Ein paar neue Schränke, Regale und ein paar Meter Stoff, und unser Flurbereich konnte sich sehen lassen.

 

"Snack-Zeit": Ab 14.30 Uhr treffen sich die Kinder, jeder wie er möchte, um einen "Snack" zu sich zu nehmen. Diese Gelegenheit nutzen viele Kinder, um miteinander zu reden oder sich gar zu verabreden.

 

Kontakt

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